Archives for Januar 2017

Montag, 23 Januar, 2017

So pflegst du Kuschel-Kaschmir

Linda Scholz in Kuschelkaschmir
Ein Beitrag von Linda Scholz

Im Winter lieben wir weiche, warme Pullover, in die wir uns so richtig schön einkuscheln können. Der ultimative Kuscheltipp: Ein Kaschmirpullover. Es gibt kaum ein herrlicheres Kleidungsstück für diese Jahreszeit.

Doch wie behandle ich ihn, damit er lange mein bester  Freund an kalten Wintertagen bleibt? Woran erkenne ich gute Kaschmirwolle? Wie pflege ich dieses edle Teil und wie bleibt er richtig gut in Form?

Also erstmal: Kaschmir ist teuer. Wenn Du ein Teil für weniger als 100 Euro findest, kannst Du davon ausgehen, dass es sich eher um minderwertige Qualität handelt. Gerade jetzt ist aber die perfekte Zeit: in vielen Boutiquen und guten Kaufhäusern könntest Du jetzt Glück haben und ein Traumteil zum reduzierten Preis finden.

Kaschmir – leider teuer

Beim Billig-Kaschmir werden die preiswerten kurzen Fasern eingesetzt und häufig auch mit anderen günstigeren Fasern gemischt. Diese Pullover neigen dann zu unschöner Knötchenbildung, dem so genannten „Pilling“. Jeder fünfte Kaschmirpulli, so Schätzungen von Verbrauchermagazinen, sind Fälschungen aus Mischfasern.

Also lieber ein Teil weniger im Schrank und dafür Qualität, dann hast du lange Freude daran. Im Idealfall wählst du eine Farbe, die deinen Hautton unterstreicht und schon strahlst du  an einem grauen Wintertag mit dem guten Stück um die Wette – dafür muss nicht mal die Sonne scheinen. Wenn du wegen der Farbe unsicher bist, lass dich beraten. Wir Farb-Expertinnen können dir teure Fehlkäufe ersparen, deshalb ist eine Profi-Farbberatung gut investiertes Geld.

Bist Du schön glückliche Besitzerin eines echten Kaschmir-Kuscheltraums? Dann ist es jetzt Zeit, Dir Gedanken über die richtige Pflege dieses Teils zu machen. Denn dabei machen die meisten Fehler.

Der Beautytag für deinen Lieblingspullover

Viele waschen Kaschmir von Hand, doch das ist grundfalsch. Das Garn saugt sich viel zu voll, der Pullover gerät aus der Form. Kaschmir liebt das Bad in der Waschmaschine. Er will natürlich das beste „Entspannungsprogramm“ für Wolle. Hat deine Waschmaschine ein Wollprogramm? Hier kannst du sicher sein, dass das Wasser kalt und die Umdrehungszahl nicht zu hoch ist.

Vorsicht auch beim Waschmittel. Nimm bitte ein gutes Wollwaschmittel und steck deinen Pullover in einen Wäschebeutel. Hier bei Ordnungsliebe.net kannst Du noch über tolle Produkte von „The Laundress“ zur Kaschmirpflege lesen. Jetzt kann es losgehen! Nach der Wäsche möchte dein Liebling unter keinen Umständen aufgehängt werden wie ein nasser Sack. Er ist zu schwer, hängt durch und leiert aus. Er will auch unter gar keinen Umständen gerubbelt werden.

Was er nach dem Bad liebt: Für ein Viertelstündchen in den kalten Trockner. So können sich Muster wie Rippen und Zöpfe wieder entspannen und aufrichten. Danach liegt er gerne flach ausgebreitet zum Trocknen, am besten auf einem Wäscheständer mit einem Frottiertuch als Unterlage.

Auf die Heizung will er gar nicht – das lässt ihn schrumpfen. Ja, und ab und an schätzt dein Freund auch eine Rasur. Nimm dafür am besten einen Einwegrasierer, oder einen Spezial-Rasierer für Wolle und Kaschmir. So erstrahlt er wieder in neuem Kuschel-Glanz. Bei hochwertiger Ware lässt das Pillen übrigens nach dem Waschen in der Regel nach.

Keine Chance den Motten

Und jetzt noch ein paar Tipps zur Aufbewahrung: Du kannst Deinen Kaschmirpulli liegend aufbewahren. Wenn Du ihn aufhängst, sorge dafür dass er auf einem breiten Kleiderbügel hängt, im Schrank genug Platz hat und nicht gequetscht wird. Im Sommer liebt Kaschmir Lavendel oder Zedernholz. Dann dringt auch kein Mottengeflüster aus dem Schrank. Denn eines ist klar: die cleveren Tierchen wissen auch, was gut ist.

Jetzt wünsche ich Dir viel Spaß mit Deinem Kaschmir-Pullover!

Deine Linda

PS: Hast du Lust auf eine individuelle Style-Beratung? Hier findest Du meine Website www.stil-beratung.com

 

Montag, 2 Januar, 2017

Heilmittel gegen Husten, Schnupfen und Halsschmerzen

Hilfe aus der Natur

Wie immer haben um diese Jahreszeit Atemwegsinfekte Hochsaison. Wer greift da nicht mal eben in den Medikamentenschrank, um nicht völlig flach zu liegen? Das ist oft aber ganz unnötig – vor allem wenn sich die Erkältung gerade erst ankündigt. In diesem Stadium können Kräuter, Gewürze und Heilpflanzen noch wirksam Abhilfe schaffen, und das ganz ohne Beipackzettel.

Ingwer: Tolle Knolle

Bereits bei den ersten Anzeichen einer Erkältung kann Ingwer helfen: Die Knolle verfügt über stark antibakterielle und entzündungshemmende Stoffe wie Gingerole und Shoagole, die das Immunsystem anregen. Die wärmenden Scharfstoffe heizen dem Körper quasi von innen ein. Aber Vorsicht, bei Fieber ist Ingwer zu viel des Guten, er belastet unnötig den Kreislauf. Auch schmerzstillende Eigenschaften werden dem Ingwer nachgesagt, da Gingerole der Acetylsalizylsäure – dem Wirkstoff in Aspirin – in puncto chemischem Aufbau recht ähnlich sind. Ingwer sollte immer frisch verwendet werden und, wenn überhaupt, nur sehr dünn geschält werden. Die meisten Inhaltsstoffe sitzen direkt unter der Schale! Meist genügt es, die frische Ingwerknolle nur mit Essigwasser abzubürsten. Für heißen Ingwertee einige Stücke Ingwer mit kochendem Wasser aufgießen und  je nach Geschmack Honig und Zitronensaft einrühren. Eine Hühnersuppe mit Ingwer schmeckt nicht nur köstlich, sondern wirkt mit geballter Kraft gegen den aufkeimenden Infekt.

Zimt: Nicht nur zu Weihnachten

Zimt ist weit mehr als ein Gewürz für die Weihnachtsbäckerei. Er enthält eine ganze Reihe ätherischer Öle, vor allem Zimtaldehyd und Eugenol. Außerdem entzündungshemmende Stoffe und Scharfstoffe, den den Körper wärmen. Er erweitert die Gefäße, senkt den Blutdruck und wirkt anregend auf Verdauung und Immunsystem. Am besten verwenden ist Ceylon-Zimt, da er weniger Cumarin enthält als die gröbere Cassiarinde. Für heiße Zimt-Milch einen halben Teelöffel Zimt mit etwas Honig in einer heißen Tasse Milch verrühren – dies wirkt wohltuend bei Halsentzündungen. Auch Kaffee mit einer Prise Zimt schmeckt toll – probiert es mal aus.

Thymian: Antibakteriell und schleimlösend

Das ursprünglich mediterrane Kraut mit den kleinen Blättern ist mittlerweile auch in deutschen Küchen Standard. Weniger verbreitet ist es als Heilmittel bei Erkältungskrankheiten. Zu Unrecht: Thymian enthält die ätherischen Inhaltsstoffe Thymol und Carvacrol und wirkt, getrunken als Tee, stark antibakteriell und schleimlösend. Wir empfehlen Thymian zum Inhalieren oder als Bad zur Vorbeugung von grippalen Infekten.

Salbei: Eine Wohltat für den Hals

Bei Entzündungen der oberen Atemwege und schmerzendem Hals ist Salbei die Pflanze der Wahl. Der Lippenblütler lässt sich ganzjährig frisch ernten und enthält eine Reihe entzündungshemmender Stoffe. Am besten gießt man die Blätter mit kochendem Wasser auf und trinkt den Sud als Tee. Kinder sollten lieber nur gurgeln, da der Salbei auch östrogenähnliche Inhaltsstoffe hat. Im Übrigen hilft Salbei auch bei kleinen Entzündungen in der Mundhöhle.

Anis: Husten ade

Gegen lästigen Husten hat sich besonders Anis bewährt. Als Tee wirkt er schleimlösend und mindert unangenehmen Reizhusten. Die Hauptwirkstoffe von Anis sind ätherische Öle und Anethol, sie wirken entzündungshemmend und schleimlösend. Außerdem entkrampfen sie die oberen Atemwege – das wussten schon die alten Griechen.

Majoran: Milde Hilfe

Vor allem für Kleinkinder eignet sich Majoran, da er sehr gut verträglich ist. Seine ätherischen Öle sind sehr mild, wirken aber antibakteriell und beruhigend. Du kannst ihn entweder als Salbe auftragen oder die Majoranblätter in einem feuchtwarmen Brustwickel verwenden.