Montag, 2 Januar, 2017

Heilmittel gegen Husten, Schnupfen und Halsschmerzen

Hilfe aus der Natur

Wie immer haben um diese Jahreszeit Atemwegsinfekte Hochsaison. Wer greift da nicht mal eben in den Medikamentenschrank, um nicht völlig flach zu liegen? Das ist oft aber ganz unnötig – vor allem wenn sich die Erkältung gerade erst ankündigt. In diesem Stadium können Kräuter, Gewürze und Heilpflanzen noch wirksam Abhilfe schaffen, und das ganz ohne Beipackzettel.

Ingwer: Tolle Knolle

Bereits bei den ersten Anzeichen einer Erkältung kann Ingwer helfen: Die Knolle verfügt über stark antibakterielle und entzündungshemmende Stoffe wie Gingerole und Shoagole, die das Immunsystem anregen. Die wärmenden Scharfstoffe heizen dem Körper quasi von innen ein. Aber Vorsicht, bei Fieber ist Ingwer zu viel des Guten, er belastet unnötig den Kreislauf. Auch schmerzstillende Eigenschaften werden dem Ingwer nachgesagt, da Gingerole der Acetylsalizylsäure – dem Wirkstoff in Aspirin – in puncto chemischem Aufbau recht ähnlich sind. Ingwer sollte immer frisch verwendet werden und, wenn überhaupt, nur sehr dünn geschält werden. Die meisten Inhaltsstoffe sitzen direkt unter der Schale! Meist genügt es, die frische Ingwerknolle nur mit Essigwasser abzubürsten. Für heißen Ingwertee einige Stücke Ingwer mit kochendem Wasser aufgießen und  je nach Geschmack Honig und Zitronensaft einrühren. Eine Hühnersuppe mit Ingwer schmeckt nicht nur köstlich, sondern wirkt mit geballter Kraft gegen den aufkeimenden Infekt.

Zimt: Nicht nur zu Weihnachten

Zimt ist weit mehr als ein Gewürz für die Weihnachtsbäckerei. Er enthält eine ganze Reihe ätherischer Öle, vor allem Zimtaldehyd und Eugenol. Außerdem entzündungshemmende Stoffe und Scharfstoffe, den den Körper wärmen. Er erweitert die Gefäße, senkt den Blutdruck und wirkt anregend auf Verdauung und Immunsystem. Am besten verwenden ist Ceylon-Zimt, da er weniger Cumarin enthält als die gröbere Cassiarinde. Für heiße Zimt-Milch einen halben Teelöffel Zimt mit etwas Honig in einer heißen Tasse Milch verrühren – dies wirkt wohltuend bei Halsentzündungen. Auch Kaffee mit einer Prise Zimt schmeckt toll – probiert es mal aus.

Thymian: Antibakteriell und schleimlösend

Das ursprünglich mediterrane Kraut mit den kleinen Blättern ist mittlerweile auch in deutschen Küchen Standard. Weniger verbreitet ist es als Heilmittel bei Erkältungskrankheiten. Zu Unrecht: Thymian enthält die ätherischen Inhaltsstoffe Thymol und Carvacrol und wirkt, getrunken als Tee, stark antibakteriell und schleimlösend. Wir empfehlen Thymian zum Inhalieren oder als Bad zur Vorbeugung von grippalen Infekten.

Salbei: Eine Wohltat für den Hals

Bei Entzündungen der oberen Atemwege und schmerzendem Hals ist Salbei die Pflanze der Wahl. Der Lippenblütler lässt sich ganzjährig frisch ernten und enthält eine Reihe entzündungshemmender Stoffe. Am besten gießt man die Blätter mit kochendem Wasser auf und trinkt den Sud als Tee. Kinder sollten lieber nur gurgeln, da der Salbei auch östrogenähnliche Inhaltsstoffe hat. Im Übrigen hilft Salbei auch bei kleinen Entzündungen in der Mundhöhle.

Anis: Husten ade

Gegen lästigen Husten hat sich besonders Anis bewährt. Als Tee wirkt er schleimlösend und mindert unangenehmen Reizhusten. Die Hauptwirkstoffe von Anis sind ätherische Öle und Anethol, sie wirken entzündungshemmend und schleimlösend. Außerdem entkrampfen sie die oberen Atemwege – das wussten schon die alten Griechen.

Majoran: Milde Hilfe

Vor allem für Kleinkinder eignet sich Majoran, da er sehr gut verträglich ist. Seine ätherischen Öle sind sehr mild, wirken aber antibakteriell und beruhigend. Du kannst ihn entweder als Salbe auftragen oder die Majoranblätter in einem feuchtwarmen Brustwickel verwenden.

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